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Baubericht

Kath. KircheSt. Johann BaptistKrefeld

1. Bauabschnitt: Wiedernutzbarmachung der Kirche - Unterstützung durch Firmen

Nachdem wir als Förderverein die Kirche am 01.07.2025 gekauft haben, setzten wir alles an die schnelle Wiedereröffnung. Unmittelbar haben wir die Achse Taufkapelle-Pieta freigegeben und dort die heilige Messe gefeiert, an der ca. 100-150 Gläubige teilnahmen.

Kurze Zeit später konnten wir die Bauarbeiten beginnen, um den Rest der Kirche wieder nutzbar zu machen. Durch die 2 Jahre der Schließung und den vom vorherigen Eigentümer herbeigeführten Verfall, sind erhebliche Schäden entstanden. Es musste loser Putz an den Decken und Wänden in über 20 Metern Höhe abgenommen und neu verputzt werden. Ebenso mussten defekte Fenster repariert werden. Im Anschluss erfolgte eine Grundreinigung der Kirche.

Die Arbeiten starteten am 21.07.2025 und dauerten bis zum 06.08.2025 an. Dabei unterstützte uns der Architekt Herr Blohm-Schröder tatkräftig, bei dem wir uns für die unkomplizierte Zusammenarbeit bedanken möchten. Zu den Arbeiten:

  • Es erfolgte ein Abnahme von losem Putz an der Decke mit anschließendem Neuverputzen durch die Firma „Kont Bauunternehmung" aus Krefeld. Die Firma Kont stellte 2 Arbeiter für ca. 80 Arbeitsstunden kostenfrei zur Verfügung, die unermüdlich die Schäden der letzten Jahre ausmerzten. Dafür sind wir Herrn Kont und seinen Mitarbeitern von Herzen dankbar, da ohne diese Unterstützung die Arbeiten sehr schwierig geworden wären. Ebenso möchten wir uns bei Herrn Tufan Ünal bedanken, der den Kontakt zu Herrn Kont hergestellt hat.

  • Die Firma Malerfirma „Krieewelsch.Dessin" stellte sehr viele Materialien zur Verfügung. Insbesondere wurde weit über eine Palette Spezialputz, der für ein so besonderes Denkmal wie St. Johann erforderlich ist, zur Verfügung gestellt. Ebenso wurden diverse spezielle Abdeckmaterialen zur Verfügung gestellt, damit die (kunsthistorisch) wertvollen und liturgisch bedeutsamen Altäre, Skulpturen etc. nicht durch herabfallenden Putz und Feinstaub in Mitleidenschaft gezogen wurden. Für dieses Engagement sind wir Herrn Lehmbrock ebenfalls von Herzen dankbar.

  • Da die Decken in der größten Kirche der Stadt und einer der größten Kirchen im ganzen Bistum mit deutlich über 20 Metern sehr hoch sind, mussten diese Arbeiten mit einer Hebebühne ausgeführt werden. Ebenso musste die Hebebühne mehrfach versetzt werden. Die Verbringung der Bühne auf die Altarinsel war alles andere als einfach. Die Firma „Mateco GmbH" stellte eine Hebebühne für die Arbeiten kostenfrei zur Verfügung. Wir danken der Firma Mateco (Herrn Göcke und Böttcher) sehr herzlich für die Unterstützung.

  • Ebenso wurden die Fenster gesichert. Defekte Scheiben wurden ausgetauscht bzw. fachgerecht repariert. Diese Arbeiten wurden von der Firma „Glas Schönemann" aus Krefeld ausgeführt. Herr Buchholz (aufgrund von Urlaub leider heute abwesend) kam uns preislich sehr entgegen für die ausgeführten Arbeiten. Dafür möchten wir uns auch sehr herzlich bedanken.

  • Zu guter Letzt musste die Kirche nach den 2 Jahren Schließungszeit und sämtlichen Arbeiten, auch wenn sich alle große Mühe gaben, keinen Dreck zu hinterlassen (was auf einer Baustelle aber unmöglich ist) sehr gründlich gereinigt werden. Die Reinigungsarbeiten wurden völlig kostenfrei von der Firma „APS Gebäudereinigung" aus Krefeld übernommen. Insgesamt wurden hierfür 3 Tage mit großen Reinigungsmaschinen benötigt. Wir möchten uns von Herzen bei der Firma APS für die Unterstützung bedanken.

Abschließend: Alle Firmen haben mit höchster Präzision und Qualität gearbeitet. Wir sind allen Beteiligten für ihre Unterstützung und den finanziellen Einsatz sehr dankbar. Ohne diese tatkräftige Unterstützung vieler Beteiligter wäre dieser Bauabschnitt sehr schwer vorstellbar gewesen.

Wir freuen uns sehr darüber, dass sowohl in der Krefelder Unternehmerschaft als auch in der Stadtbevölkerung und Presse der Erhalt des „Pilotprojektes St. Johann" - das zweifelsohne ein Krefelder Wahrzeichen ist- als eine „Gesamt Krefelder-Aufgabe" gesehen wird und nicht nur als eine Aufgabe für die Gemeinde St. Johann.

Innenraum

Leider hat sich besonders im Rahmen der 2-jährigen Schließungszeit auch Hausschwamm entwickelt. Dabei waren die Portale des Nord- und des Nordwesteingangs massiv befallen. Der Hausschwamm wurde im Januar abschließend aus dem Innenraum entfernt. Eine weitere Prüfung von der Außenseite bzw. des Flachdaches des Nordportals steht noch aus und erfolgt in Kürze.

Ebenso hat die Lautsprecher- und Mikrofonanlage sehr gelitten durch das desolate Raumklima während der 2-jährigen Schließungszeit. Die Anlage konnte durch die fachkompetente Hilfe der Firma Radio Schmitz aus Krefeld Hüls völlig kostenfrei Instand gesetzt werden. Für diese Hilfe bedanken wir uns bei Herrn Schmitz sehr herzlich.

Für das Frühjahr ist geplant, dass im Frühjahr die Schäden an der Decke der Sakristei behoben werden. Auch hierbei hat die Firma Krieewelsch.Dessin von Herrn Lehmbrock bereits angekündigt, uns zu unterstützen und die Arbeiten komplett kostenfrei auszuführen! Dafür danken wir bereits herzlich im Voraus!

2. Bauabschnitt Dachsanierung mit Unterstützung durch Landesfördermittel

Langfristig ist die komplette Erneuerung der Regenrinnen notwendig, da immer wieder von dort aus Wassereinbrüche in das Kirchengebäude erfolgen. Zunächst sollten die Regenrinnen der Seitenschiffe erneuert werden. Insbesondere sollten die Rinnen des nördlichen Seitenschiffes erneuert werden, da diese am stärksten betroffen sind. Diese Rinnenlänge beläuft sich auf ca. 40 Meter und befinden sich in einer Höhe von 13 Metern.

Der Austausch sieht wie folgt aus: Die alte Rinne wird herausgenommen. Anschließend werden von der Schiefereindeckung die untersten 3 Reihen der Schieferplatten abgenommen. Dies hat den Hintergrund, dass das Zinkblech weit genug „nach oben" geschoben werden muss, damit die Dichtigkeit gegeben ist und kein Wasser „hinter" die Regenrinne laufen kann.

Kurz nach Beginn der Arbeiten und dem Austausch der ersten Meter wurde jedoch festgestellt, dass die Schalung (die Holzbretter, auf der die Schieferplatten befestigt werden) völlig morsch und teilweise mit Pilzen befallen ist, weshalb diese ausgewechselt werden muss. Darüber hinaus war der Schiefer schon sehr brüchig und teilweise mit Löchern versehen. Selbst bei einem intakten Schiefer wäre eine Abnahme des alten Schiefers, ein auswechseln der Schalung und erneutes Auftragen der alten Schieferplatten nicht sinnvoll gewesen. Der Kostentreiber für Maßnahmen dieser Art sind insbesondere Lohnkosten auch wenn Schiefer ein teures Baumaterial ist.

Da wir als Förderverein auf Ihre Spenden angewiesen sind und keine Kirchensteuermittel erhalten, möchten wir verantwortungsvoll mit diesen Spenden umgehen und langfristige Investitionen tätigen, welche die Substanz über Jahrzehnte sichert und keine „Flickschusterei" darstellt.

Folglich muss das gesamte Dach des nördlichen Seitenschiffes komplett neu eingedeckt werden. Dies stellt eine Fläche von ca. 250m² dar. Die gesamte Neueindeckung wird im Frühjahr 2026 beginnen.

Die gesamte Maßnahme wird mit 50% (180.000€) der Gesamtsumme (340.000€) durch Landesfördermittel unterstützt, wofür wir der Ministerin Ina Scharrenbach, der Bezirksregierung und der Denkmalbehörde der Stadt Krefeld sehr danken möchten.

Die überwachende Architektin ist Frau Inga Bellwinkel, die uns im Kampf um den Kauf und die Wiedereröffnung der Kirche mutig unterstützt hat und uns preislich ebenfalls entgegengekommen ist. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken.

Die ausführende Dachdeckerfirma ist „BS Bedachungen GmbH" aus Willich. An dieser Stelle möchten wir uns herzlich bei der Familie Scholz für den Preisnachlass, die gute Qualität der Arbeit, das finden kreativer Lösungen und der Suche nach Spendern bedanken.

Die Kosten für die qualitativ sehr Schieferplatten belaufen sich normalerweise auf einen hohen fünfstelligen Betrag. Der hoch renommierte Schieferplattenhersteller Rathscheck hat uns diese Schieferplatten in Kooperation mit der Firma Vermeulen Heitkamm GmbH zu einem sehr günstigen, niedrigen fünfstelligen Betrag zur Verfügung gestellt. Dafür möchten wir uns sehr herzlich bedanken, insbesondere bei den Herren Bader und Fiedler.

Darüber hinaus möchten wir uns bei der Firma Holz Roeren aus Krefeld herzlich bedanken, besonders bei Herrn Orths. Auch hier haben wir die Schalung für das Dach erheblich günstiger bekommen.

Orgel

Die Orgel besteht aus über 4.000 Pfeifen und ist leider durch die 2 Jahre der Kirchenschließung in einem völlig unbrauchbaren Zustand (defekte Elektrik) und sehr stark verschimmelt. Dies lag an dem feuchten Klima, das teilweise bei über 90% Luftfeuchtigkeit lag. Damit ist die Orgel nicht spielbar. Sie muss in jedes kleinste Einzelteil zerlegt und gereinigt werden. Ebenso muss die Elektrik komplett erneuert werden.

Konkret bedeuten diese Arbeitsschritte:

  • Die über 4.000 Pfeifen und dutzende Raster von Hand beschriften

  • Ausbauen der Pfeifen und Raster (Halterung der Pfeifen)

  • Lagerkonzept erstellen und Einlagern der Pfeifen und Raster auf der Orgelempore

  • Reinigen der Unterkonstruktionen

  • Auseinanderbauen der Windbälge, die die Pfeifen mit Luft versorgen

  • Neubelederung und Papetierung der Windbälge mit speziellem Leder und Papier, um die Winddichtigkeit wiederherzustellen

  • Reinigen der Pfeifen und Raster

  • Windtest der Orgel

  • Einsetzen der Raster und Pfeifen

  • Stimmen der Orgel

Als erstes soll das Schwellwerk der Orgel (1/4 der gesamten Orgel) wieder spielbar gemacht werden, da hier der geringste Aufwand besteht.

Die Gesamtkosten für Restaurierung der Orgel würden regulär ca. 300.000€ betragen. Der gelernte Orgelbauer Herr Nöhles saniert die gesamte Orgel mit ehrenamtlichen Helfern völlig kostenfrei. Dafür danken wir Herrn Nöhles sehr herzlich, da ohne sein Engagement dieses Projekt nicht darstellbar wäre.

Außenbereich

Im Außenbereich ist besonders die Treppe am Osteingang zur Sakramentskapelle ein nicht zu vernachlässigender Punkt. Diese musste komplett neu aufgemauert werden, da viele Stufen gebrochen waren und die Abdichtung ihre maximale Lebensdauer erreicht hatte, weshalb massiv Wasser in die Grundmauern eindrang. Diese Maßnahme wurde von der Firma Naturstein Lindholm GmbH aus Erkelenz ausgeführt. Herr Lindholm ist uns preislich sehr entgegen gekommen. Dafür möchten wir uns bei ihm herzlich bedanken.

Für diese Maßnahme musste auch das Treppengeländer abgebaut werden, das aktuell von der Firma Tappmeyer wieder in seinen ordnungsgemäßen Zustand versetzt wird.

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